Wir über uns - unsere kleine Geschichte
Die eigentliche Geschichte der Ultras Gladbeck begann am 17.11.2006. Hendrik lud uns alle ein, seinen Geburtstag nachzufeiern. Die Planung dafür war recht einfach. Wir treffen uns, trinken etwas und fahren so gegen 23 Uhr mit dem Zug nach Düsseldorf um dort die Altstadt zu verunsichern. Gesagt, getan. Da Zugfahrten in der Regel relativ unspektakulär sind, gründeten wir auf die schnelle einen Fanclub, der zu irgendeinem Auswärtsspiel mit Gladbecker Beteiligung fuhr.
Kurze Zeit später hallte es „Hurra, hurra, die Gladbecker sind da“ durch den gesamten Essener Hauptbahnhof, wo wir umsteigen mussten. Ein Novum, denn zuvor sangen wir immer „Wir sind Rentforter Jungs“, da wir zum größten Teil in Rentfort aufgewachsen sind. An diesem Abend passte das jedoch nicht ganz, da auch einige dabei waren, die nicht aus dem schönsten Stadtteil Gladbecks kamen. In der Regionalbahn nach Düsseldorf erklang dann unsere erste HUMBA. Natürlich durfte ein scheiss Irgendwas dabei nicht fehlen. Also wurden willkürlich Herne und Sprockhövel ausgewählt, die ab diesem Tag als Erzrivalen herhalten mussten. Zugegeben war es dann doch nicht ganz so willkürlich. Germania spielte zu diesem Zeitpunkt bereits in der Verbandsliga und natürlich hofften wir alle, dass die DJK es in die Oberliga schaffen würde. Sprockhövel war so ziemlich der einzige Konkurrent und Herne kannten wir vom Eishockey, wo sich die Herne Fans nie sonderlich beliebt machten. Und in der Oberliga würde die DJK ja auf den Traditionsclub Westfalia treffen, also passte das ganz gut.
Natürlich musste unser Fanclub einen Namen bekommen und dort begann das Projekt Ultras Gladbeck. In Hinsicht auf die Möglichkeit, dass ein Gladbecker Verein sehr bald viertklassig sein könnte bestand auch die Möglichkeit, dass sich dort eine „Ultra Gruppe“ bildet. Da wir allesamt keine Fans der Ultra Szene sind, galt es dies zu verhindern. Wie macht man so was am besten? Man nennt sich selbst Ultras. Immer öfter gingen wir zu Spielen von den Germanen. Doch bereits am Anfang schien dieses Vorhaben zu scheitern. Mit grade einmal fünf Leuten, standen wir an manchen Spieltagen in der Kurve. Die Wende brachte erst das Auswärtsspiel, das niemand mehr vergisst. Es war das Auswärtsspiel in Münster, wo auf der Rückfahrt wirklich niemand mehr sprechen konnte, da unsere Stimmen im Stadion blieben.
Als wir feststellten, dass es auf der DJK Homepage keine aktuellen Bilder gibt und die Seite nicht mehr regelmäßig aktualisiert wurde, bastelte Mathias unsere erste Homepage. Zugegeben man hat es der Seite angesehen, dass er so etwas noch nie vorher gemacht hatte, aber er setzte sich ehrgeizig an dieses Projekt und beherrschte kurze Zeit später drei verschiedene „Programmiersprachen“ und produzierte immer bessere Grafiken. So wurde unsere Internetseite immer umfangreicher, aktueller und besser und lockte sehr bald mehrere tausend Besucher pro Monat auf unsere Seite. Anfangs als Seite für uns selbst gedacht bekamen wir plötzlich mehr Aufmerksamkeit, als wir eigentlich wollten. Als die DJK Webseite der Fußballabteilung dann endgültig abgestellt wurde und zudem der damalige Germanentrainer regelmäßig auf uns hinwies, explodierten die Besucherzahlen und wir waren plötzlich Ansprechpartner für viele Germania Interessierten. Auch aus dem verein bekamen wir plötzlich Zuspruch, sowie aktuelle Informationen. Zudem bekamen wir viele böse Mails von „echten Ultra Gruppen“ die sich zu recht auf den Schlips getreten fühlten, da wir keine Gelegenheit ausließen, die Ultra Szene lächerlich zu machen.
Das Projekt Ultras Gladbeck geriet durch diese Umstände immer mehr außer Kontrolle und wir mutierten langsam aber sicher zu genau diesen Idioten, die wir so lächerlich fanden, nämlich zu „Ultra Fans“ die denken, sie wären wichtig und unersetzbar. Sehr schnell engagierten wir uns ausschließlich für die Germania und ließen nichts unversucht weitere Zuschauer ins Stadion zu locken. So pöbelten wir in Foren anderer Vereine, in der Hoffnung dadurch mehr Gästefans ins Stadion zu locken, suchten Sponsoren, die unsere Spielankündigungsplakate finanzierten, Sponsoren die unsere, mittlerweile sehr teure Internetseite mit finanzierten dachten uns für jedes Spiel eine neue Blödelei aus und steckten sehr viel Herzblut in den Verein Germania Gladbeck.
Nach einer Trainerentlassung verloren wir sämtliche Ansprechpartner im Verein, da sich diese zurückzogen. Lediglich zu einigen Spielern pflegten wir noch Kontakte. Nach und nach wurden die meisten von Ihnen ebenfalls rausgeworfen, die Vereinsführung bedankte sich für unser Engagement mit verbalen Schlägen ins Gesicht und als wir einige Hintergrundinfos bekamen, diese ohne Rücksicht auf Verluste veröffentlichten und sehr schnell einsahen, dass der Verein aufgrund seiner miserablen Führung, auf Dauer, keine Überlebenschance hat, zogen wir uns komplett zurück.
An dieser Stelle möchten wir noch einmal bekunden, dass wir selbst auch einiges dazu beigetragen haben und genauso wie der Verein komplett auf stur geschaltet haben. Im Endeffekt haben wir uns sogar selbst ins Abseits gestellt, obwohl wir von vielen Seiten sehr viel Zuspruch bekamen.
Kaum war unser Rückzug ausgesprochen, bekundeten einige Gladbecker Vereine uns gegenüber ihre Sympathie und luden uns ein, zu verschiednen Veranstaltungen zu kommen. Wir fühlten uns sehr geehrt und dachten an unsere Anfänge, wo wir uns als Gladbeck Fanclub bekannten und nicht als Fanclub eines einzelnen Clubs, was unter anderen auch der Grund für unsere Abwesenheit bei Stadtmeisterschaften etc. war. Also hielten wir es uns offen, andere Vereine anzufeuern. Bei diesem Punkt kam es dann zu teilweise so heftigen Meinungsverschiedenheiten innerhalb unseres Fanclubs, dass wir entschlossen dies nicht zu tun. Zu viele Opfer wurden für die DJK gebracht und wie erwähnt, war Germania viel zu sehr zu einer Herzensangelegenheit geworden, als dass wir einfach zu einem anderen Verein gehen könnten, wobei wir das für die Zukunft zwar nicht ausschließen, aber definitiv für die sehr nahe Zukunft.
Wir konnten uns letztendlich darauf einigen ein Informationsportal für alle Gladbeck Fans, sowie allen Gladbeckern Vereinen zu schaffen, die sich daran beteiligen möchten und dadurch einen vertretbaren Beitrag, für den Gladbecker Sport zu leisten.
Wir hoffen ihr helft uns dabei
Eure Ultras Gladbeck
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